Ein grandioser Mix aus Sport und Unterhaltung

Musik, Tanz und Comedy waren die Begleiter der diesjährigen Sportpreis-Feier. In Münchenstein zeichnete Regierungsrätin Monica Gschwind die Judoka Evelyne Tschopp mit dem Baselbieter Sportpreis 2017 aus. Förderpreise gingen an Jason Joseph aus Oberwil, Nicolas Müller und die Handball-Gemeinschaft Nordwest, Anerkennungspreise an Hansjörg Thommen, Edgar Senn und Heini Brugger.

Es ist keine Übertreibung, wenn man die Leichtathletik als die polysportivste Sportart bezeichnet. Sprint, Mittel- und Langstrecken gehören ebenso zu dieser Ur-Sportart wie Würfe (Diskus, Kugel, Speer) oder Sprünge (Hoch-, Stabhochund Weitsprung). Und die Hürdenläufer (zumindest über 110 Meter) müssen Sprintqualitäten haben, jedoch auch eine ausgefeilte Sprungtechnik.

Im Vorfeld der Titelkämpfe durfte Jason Joseph als Topfavorit für die 110 Meter Hürden betrachtet werden. Der Leimentaler hatte in diesem Jahr in Zofingen den Schweizer U20-Rekord auf grandiose 13,25 Sekunden verbessert – und führte seither die europäische Bestenliste der Junioren an. In Vorlauf und Halbfinal war es dann aber der Schwede Max Hrelja, der  überzeugte und die schnellsten Zeiten lief.
Dass Joseph noch Reserven hatte, demonstrierte er im Finallauf. Zwar war dieser, wie erwartet, kein Selbstläufer – der Spanier Luis Salort kam deutlich schneller aus den Blöcken als der Baselbieter. Jason Joseph brauchte denn auch über die Hälfte des Rennens, bis er Salort wieder einholte und die Führung übernahm.
Danach lief er den Sieg sicher nach Hause. Mit 13,41 Sekunden trennten ihn sieben Hundertstel vom zweitplatzierten Briten Robert Sakala.